Presse-Rundschau aus dem Wahlkampf

Wahlkampf ist naturgemäß mit viel mit Öffentlichkeitsarbeit verbunden und bringt es mit sich, dass wir Kandidat/innen häufig in den Medien erwähnt werden. In meiner Arbeit als Landesschatzmeister ist dies ja eher seltener der Fall …

Hier zum Nachlesen einige Schnipsel aus den in den letzten Wochen erschienenen Artikeln der Tagespresse:

Ein sehr ausführliches Porträt brachte das Schwabacher Tagblatt schon am 29. August unter dem Titel „Klimapolitik macht Fahrverbote überflüssig“. Darin wird ein besonderer Schwerpunkt auf die Folgen des Diesel-Skandals und dem Klimaschutz gelegt:

„Müllers Schlussfolgerung: ‚Wir müssen eine Politik machen, die Fahrverbote überflüssig macht. Der Kompromiss mit den Software-Updates ist aber völlig unzureichend.‘ Die Autoindustrie sei in der Lage, die Grenzwerte einzuhalten, habe dies versprochen und sei nun in der Pflicht.

Man dürfe die Autoindustrie nicht überfordern. ‚Aber unsere Techniker sind doch nicht blöder als andere.‘ In anderen Ländern aber sei man in Sachen Elektrofahrzeuge schon weiter.“

Der Artikel ist auch online verfügbar: http://www.nordbayern.de/region/schwabach/sascha-muller-grune-klimapolitik-macht-fahrverbote-uberflussig-1.6557558?rssPage=UmVnaW9u

In den Nürnberger Nachrichten erschien am 2. September ein weiteres Porträt. Überschrift: „Knappe Botschaften und bunte Ballons“. Die Autorin begleitete mich während eines Infostandeinsatzes, der Schwerpunkt liegt auf meinen persönlichen und politischen Werdegang. Auch hier natürlich ein Schwerpunkt zur Mobilität der Zukunft:

„Der Nightliner ist sein Freund, in der Brieftasche steckt die Bahncard 100. Gegen Fahrverbote ist der Grüne trotzdem. Die Politik müsse zuerst dafür sorgen, dass die Luft sauber werde, das sollte der erste Schritt sein. Und wenn die Deutsche Umwelthilfe, die auch Nürnberg per Klage zwingen will, gegen Luftverschmutzung vorzugehen, den Diesel ausbremst? ‚Dann muss das eine einmalige Geschichte sein‘, so der 47-Jährige, ‚und geht nur mit kostenlosem ÖPNV‘. Für diesen fordert er mehr Mut ein. Ein Euro pro Tag fürs Ticket wie in Wien, das sei vorbildlich.“

Online ist bei nordbayern.de folgender Fragebogen erschienen: http://www.nordbayern.de/wahlen/sascha-muller-1.6364974

Die Nürnberger Zeitung gab mir ebenfalls einen Fragebogen zum Ausfüllen. Veröffentlicht wurde er mit dem Titel (in Anspielung auf meine Teilnahmen an Anti-WAA-Demos in meiner Jugend) „Von Wackersdorf nach Berlin„. Dabei wurde auch – wie bei den Kandidat/innen der anderen Parteien – beispielsweise meine Flügelzugehörigkeit abgefragt. Meine Antwort: „Müller rechnet sich dem realpolitischen Flügel zu, hat aber keine Berührungsängste gegenüber dem linken Parteiflügel. Er sieht es eher als produktiv an, wenn die unterschiedlichen Standpunkte auf der Basis eines gemeinsamen Wertesystems ausgetauscht werden.“

Artikel zu Podiumsdiskussionen

Mehrere Podiumsdiskussionen mit Kandidat/innen anderer Parteien gehören ebenfalls zum Wahlkampf. In Schwabach fand zum Beispiel eine Diskussion über die Ursachen und die Bekämpfung von Rechtspopulismus statt. Das Schwabacher Tagblatt berichtete am 11. September (Titel: „Einfache Antworten“ und „kalkulierter Tabubruch“) und zitierte mich unter anderem damit, wie ich der CSU ins Stammbuch schrieb, in der Vergangenheit zu sehr die Vokabeln der Rechten übernommen zu haben:

„Ich will die CSU nicht für den Aufstieg der AfD verantwortlich machen. Aber ein bisschen aufpassen muss man mit seiner Sprache schon.“

Weiter hieß es: „So wie der Wahlkampf laufe, sei er ‚eine vertane Chance‘. Merkel führe einen ‚unpolitischen Wahlkampf‘. Es werde viel zu wenig gestritten. ‚Dann würde nämlich deutlich, dass jede Partei zur anderen eine Alternative ist‘.“

Ein interessantes Format hatte sich der Bund Naturschutz ausgedacht. Hier war „Gruppen-Speed-Dating mit Politikern und Bürgern“ angesagt (Tagblatt vom 16. September). Ich nahm als einziger Wahlkreiskandidat aus Nürnberg-Süd/Schwabach an der Diskussion teil:

„Sascha Müller aus Nürnberg wies zunächst auf die hohe Bedeutung des Umwelt- und Klimaschutzes aus Sicht der Wähler hin. ‚Bei mehreren Antwortmöglichkeiten ist er für 75 Prozent auf Platz eine‘, zitierte Müller eine jüngere Umfrage.“

Bei der letzten großen Podiumsdiskussion in Schwabach berichtet das Schwabacher Tagblatt am 21. September unter der treffenden Überschrift „Sieben Kandidaten in zwei verschiedenen Welten“ (in Bezug auf die Welt des anwesenden AfD-Kandidaten, der beispielsweise als Klimawandelleugner auftrat). Erwähnt wird, dass der anwesende AfD-Fanklub an einer Stelle „versuchte“ (!), mich „zu übertönen“. Zu meinen Positionen heißt es:

„Sascha Müller (Grüne treibt vor allem die Sorge ums Klima um. Die Grünen fordern einen konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien und den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor ab 2030. Ein Bürger hielt ihm vor, dass dies ‚völlig unrealistisch‘ sei und Arbeitsplätze gefährde. Müller sieht das genau umgekehrt: Gerade um Arbeitsplätze in der deutschen Autoindustrie zu erhalten, müsse sie auf die Technik der Zukunft setzen. Der AfD entgegnete er: ‚Wir stehen für ein tolerantes Deutschland in einem vereinten Europa‘.“

Insgesamt muss ich feststellen, dass die lokale Berichterstattung in diesem Wahlkampf absolut sachlich und fair war und allen Kandidat/innen im angemessenen Umfang die Möglichkeit gab, sachlich ihre Positionen zu vertreten. Nun haben am Sonntag die Wählerinnen und Wähler das Wort.

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